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Wissenschaft im Gespräch

Jahresthema 2021: VERSÖHNT LEBEN…

 

 

 

Im Jahr 2020 stand die Frage im Fokus:

In welchem Klima wollen wir leben?

Diese Frage bekam ab März 2020 eine neue Dimension, deren Merkmale und Auswirkungen im Rahmen der„Münsteraner Klimagespräche“ im digitalen Format von zwei Zoom-Konferenzen diskutiert wurden. Das nächste Gespräch soll – dann (sehr zuversichtlich) wieder analog – am 24. September stattfinden.

em Trägerkreis der Klimagespräche gehören an: Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit Münster, das Evangelische Forum e.V., die Klimainitiative Münster, das Umweltforum Münster, die Volkshochschule Münster, das Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der WWU und die Regionalgruppe der Scientists for Future

Am 6. Februar war noch im Forum der VHS ganz analog und sehr lebhaft und kontrovers über „Wieviel Ethik braucht der Klimaschutz?“ diskutiert worden, worüber in der Presse ausführlich berichtet wurde.

Ein Thema des Abends war das Nachdenken über den Umgang mit Ungleichzeitigkeiten, dem Miteinander von Altem und Neuem, das im folgenden Gespräch im Zusammenhang mit der kritischen Reflexion des privaten und öffentlichen Krisen-Managements und der Forderung nach einem radikalen Umdenken wieder auftauchte.

Das erste virtuelle Klimagespräch am 14. Mai diente zunächst der Bestandsaufnahme mit der Analyse der unterschiedlichsten Zusammenhänge – „Klima und Corona“ und mündete dann in den dringlichen Wunsch nach Fortsetzung und Vertiefung.

Am 16. Juni, wurde über „Klima und Corona – zwischen alter und neuer Normalität“ diskutiert, vor allem mit Blick auf realisierbare Transformationen. Dazu lag den Teilnehmer:innen kurzfristig die detaillierte Analyse und Bewertung der 60 Maßnahmen des neuen Konjunktur-Pakets der Bundesregierung durch das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie vor, aus dem Dietmar Schüwer, Mitautor dieser Studie, einige Ergebnisse für den Bereich „Gebäude“ vorstellte.

Die Herausgeber:innen definieren diese Studie als Diskussionspapier, das Hinweise gibt, wie die einzelnen Maßnahmen konkret ausgestaltet werden sollten (und welche unwirksam oder kontraproduktiv sein können) und setzt Impulse, an welchen Stellen ein konkreter Bedarf besteht, zusätzliche Strategien umzusetzen. So verweist das Kriterium Nachhaltigkeit z. B. darauf, dass sowohl die Energieeffizienz als auch die Kreislaufwirtschaftunzureichend berücksichtigt wurden.

Im Verlauf des Abends wurde wieder einmal deutlich, wie essentiell fundierte Sachkenntnisse über nachhaltige und klimagerechte Lebens- und Verhaltensweisen und über Handlungsmöglichkeiten dazu beitragen, Zukunft und Transformationsprozesse zu gestalten. Die Empfehlungen und Bewertungen des Wuppertal Instituts bieten dafür eine hilfreiche Orientierung – und eine Fülle an Ideen auch für Münster.

Und es wurde deutlich, dass es statt um Polarisierungen um eine klare Positionierung und um politisches Handeln geht. Das bewährt sich nicht nur real, sondern auch virtuell im Online-Format

Am 24. September stand das Thema Flugreisen, Klimakrise und die Frage nach der Verantwortung“ – wieder ganz analog – auf dem Programm. weiterlesen…

 

Diese beiden geplanten Veranstaltungen sind – wegen Corona – ausgefallen:

Von Afrika lernen 1

Sonntag, 29. März 2020, 16 Uhr in der Auferstehungsgemeinde, Laerer-Landweg 159 in Münster

Unter dem Motto »Wir sind das Volk!« – Parallelen zwischen Apartheid-Ideologie in Südafrika und gegenwärtigem Rechtspopulismus wollte Dr. Moritz Gräper aus seinen wissenschaftlich ausgewerteten Erfahrungen in Südafrika Einblick gewähren in erstaunliche Parallelen zwischen der Rhetorik der Apartheid-Befürworter in Südafrika und gegenwärtigen Sprachfiguren der Neuen Rechten in Deutschland.

Diese weisen auch auf eine ideologische Verwandtschaft von beiden rassistischen Bewegungen hin. Der Vortrag führt in die historische Apartheid-Debatte ein und zeigt exemplarisch Parallelitäten zu gegenwärtigen Diskursen auf, die zum Gespräch darüber einladen. Der Eintritt ist frei.

Von Afrika lernen 2

Sonntag, 07. Jun 2020, 16 Uhr in der Auferstehungsgemeinde, Laerer-Landweg 159 in Münster. Geplant war ein Workshop zum Thema  »Klimagerechtigkeit« 

 

Auftakt-Veranstaltung zu dieser Gesprächsreihe:

„Der klare Blick – Vom Umgang mit Utopien und Dystopien

Sonntag, 12. Januar 2020, 16 Uhr in der Auferstehungsgemeinde, Laerer-Landweg 159 in Münster

An diesem Nachmittag wurde anhand unterschiedlicher Texte und Bilder darüber diskutiert, wie hoffnungsvolle und angstbesetzte Zukunftsszenarien bewusst und unbewusst entworfen wurden und werden.

Wir haben Strategien erörtert, wie angesichts von Klimawandel, zunehmender Polarisierung bzw. Radikalisierung und Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft und angesichts von zunehmenden Ost-West- sowie Nord-Süd-Konflikten ein weder von Propaganda noch von Stereotypen getrübter Blick in die Zukunft und eine realistische Vision einer lebenswerten Welt entwickelt werden können.

Die Moderation lag bei Dr. Geert Franzenburg, dem Vorsitzenden des Ev. Forums.